Mit Respekt vor dem Ursprung

In meiner therapeutischen Arbeit schöpfe ich aus den tiefen Quellen buddhistischer Weisheit. Dabei ist mir bewusst, dass diese Lehren ursprünglich aus Kulturen stammen, die großes Leid, koloniale Ausbeutung und spirituelle Verzerrung erfahren haben.
Ich verstehe meine Praxis als einen Versuch, in Achtung, Dankbarkeit und Verantwortung mit diesen Quellen zu arbeiten. Hierbei beziehe ich mich insbesondere auf die Lehren der Buddhistischen Wissenschaft des Geistes bzw. der Buddhistischen Psychologie sowie der daraus entwickelten Buddhistischen Psychotherapie BPT® durch Dr. Ennenbach (Dipl. Psychologe und Approbierter Psychotherapeut).

Was mir wichtig ist:

  • Wurzeln ehren: ich benenne die Quellen meiner Inspiration. Sie sind nicht an eine bestimmte Tradition gebunden. Dazu gehören die frühen Lehrreden des Buddha, die buddhistische Psychologie des Abhidhamma sowie die Weisheitslehren von Nāgārjuna. In der Gegenwart berühren mich die Schriften von Thích Nhất Hạnh, Pema Chödrön, Jack Kornfield und Matthieu Ricard. Aus der Zen-Tradition inspirieren mich Impulse von Taisen Deshimaru Rōshi und Kōdō Sawaki.
  • Verantwortung übernehmen: ich reflektiere meine westliche Prägung und mein privilegiertes Umfeld. Dabei bemühe ich mich um einen bewussten ethischen Umgang mit spirituellen Lehren. 
  • Authentizität: die Praxis der Achtsamkeit, Meditation und Liebenden Güte hat in meinem Leben eine tragende Bedeutung. Der buddhistische Weg bedeutet für mich Heilung, Erkenntnis und Mitgefühl mit allen Wesen. Als praktizierende Buddhistin bemühe ich mich aus tiefstem Herzen, nach den 5 ethischen Übungsregeln zu leben.
  • Schülerschaft: ich lerne kontinuierlich - auch von Lehrenden aus buddhistisch geprägten Kulturen. 
  • Offenheit: Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe sind herzlich eingeladen, sich in diesem Raum willkommen und gesehen zu fühlen. 


Spiritualität gehört niemandem - doch sie verlangt von uns Respekt, Demut und Achtsamkeit im Umgang miteinander.


Siddhārtha Gautama, der Buddha Shakyamuni, sah das Leid der Welt mit offenen Augen und offenem Herzen. Aus dieser tiefen Berührung erwuchs eine Lehre, die dem Wohl aller Wesen dienen will - unabhängig von Herkunft, Kultur, Religion oder Zeit.
 

Möge das, was hier geschieht, dem Wohl aller Wesen und dem friedlichen Miteinander dienen.